Valentinstag Geschenke 2017

Valentinstag Geschichte

Die Geschichte des Valentinstages

Jeder kennt den Tag der Liebenden. Bekannter unter dem Namen Valentinstag. Traditionsgemäß wird dieser am 14. Februar gefeiert. Mittlerweile könnte man annehmen, dass der Tag von Floristen erfunden wurde (das glauben zu mindestens rund 16% der Deutschen), seinen Ursprung hatte er aber schon viel früher. Zu dieser Zeit gab es die Blumenhändler, wie wir sie heute kennen noch gar nicht. So soll er von König Valentin III im Mittelalter eingeführt sein, dies weiß heute zu mindestens noch jeder 10.te.

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Mittlerweile ist der Valentinstag nicht mehr wegzudenken. Paare machen Kurzreisen, gehen nett Abendessen oder beschenken sich mit Rosen. Doch wie hat eigentlich alles angefangen? Vor einigen Jahren noch, wurde der Valentinstag in Europa nicht so stark zelebriert, wie in Amerika. Aber bekanntlich gilt, dort wo es sich Geld verdienen lässt, wird jeder Trend mitgemacht. Der Konsumgesellschaft scheint es zu gefallen, vor allem den Läden, weil diese genug damit verdienen. Heute geht es fast nur noch ums Schenken, doch der Brauch selbst, erinnerte mehr an Liebe.

Eine Sage der Liebe

Woher der Valentinstag wirklich kommt, weiß niemand, weil es mehrere Geschichten dazu gibt. Eine der bekannten ist die mit dem Bischof Valentin. Dieser lebte im 3. Jahrhundert und traute Verliebte vor dem Altar. Da Valentin zudem das Hobby Gärtnern hatte, schenkte er Menschen Blumen, die an den Klostergärten vorbeikamen. Verliebten Paaren versteht sich. Der damalige Kaiser Claudius führte ein schreckliches Gesetz ein, dass junge Soldaten nicht heiraten dürfen, weil diese besser für die Armee geeignet sind. Jene Paare, die betroffen waren, wendeten sich heimlich an den Bischof Valentin, welcher diese traute. Doch irgendwann bemerkte Kaiser Claudius was hinter seinem Rücken vorging und ließ Valentin hinrichten. Das genaue Sterbedatum ist unbekannt, Der Sage nach, war es der 14. Februar 269. Da an diesem Tag ebenso ein Feiertag im alten Rom stattfand, kann es durchaus sein, dass diese beiden verknüpft wurden. Gefeiert wurde zu Ehren von Juno. Eine Göttin der Geburt und Ehe. Frauen bekamen an diesem Tag Blumen geschenkt. Somit gibt es zwei Geschichten, die an die heutigen Valentinstag Traditionen erinnern. Romantik dürfte an diesem Tag wirklich in der Luft liegen.

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Eine weitere Sage, die an den Valentinstag erinnert

Ob nun wirklich Bischof Valentin dafür zuständig war, dass heute Millionen von Floristen das Megageschäft des Jahres machen, weiß niemand. Es gibt noch eine weitere Vermutung, die erst 1100 Jahre nach Bischof Valentin auftauchte. Zu dieser Zeit kam der Minnegesang in Frankreich auf. Liebesgeschichten und Gedichte wurden geschrieben, wie auch viele Frauen umworben. Das weibliche Geschlecht wurde endlich mit höherem Respekt behandelt. Eingeführt wurde dies vom Adel und später ging es auf das Bürgerturm über. Wahrscheinlich sind alle Sagen irgendwie in einander geflossen. Es wurde ein Tag eingeführt, wo sich Liebende etwas schenken. Aber auch alle anderen, die sich gerne haben, dürfen ruhig zum Stift greifen und ein romantisches Gedicht schreiben. In Deutschland kam der Valentinstag erst nach dem Krieg wieder auf. Das lag wahrscheinlich daran, weil die Menschen mehr Geld hatten und sich generell mehr schenken konnten. In Zeiten der Werbeindustrie hat sich die Sache komplett verändert. Es gibt heute kaum jemand, der den Valentinstag nicht kennt. Dank der Reklame im Fernsehen und die zahlreichen Schaufenster, vergisst keiner den 14. Februar. Gut möglich, dass irgendein Florist diesen Tag wieder aufleben ließ. Schließlich bringt er jede Menge Geld.

Der Valentinstag in Deutschland boomt

In der Nachkriegszeit bekam der Valentinstag in Deutschland, wie auch in Österreich wieder mehr Aufmerksamkeit. So „schlimm“ wie heute, war es aber damals nicht. Irgendwie wusste jeder, was der 14. Februar bedeutet, aber wirklich gefeiert wurde dieser Tag nicht. Paare die davon wussten, schenkten sich eventuell Blumen oder wünschten sich einen schönen Valentinstag. Nicht wie in vielen anderen Ländern, wo dieser Tag schon Wochen vorher vorbereitet wurde. Anders schaut die Sache heute aus. Durch das Internet und überhaupt die Werbeindustrie wurde der Valentinstag in den letzten 10 Jahren richtig populär. Es gibt kaum noch ein Lokal, Hotel oder einen Shop, der sich diesem Thema nicht annimmt. Mittlerweile gibt es so viele Valentinstagmenü und Specials, das bereits die Gegenfront aufwartet. Der Anti-Valentinstag wurde geboren. Manche Lokale spezialisieren sich genau auf das und holen sich die Singles beziehungsweise die Valentinstag Hater ins Boot. Als „Herzerlfreie“ Zone. Das lässt sich in etwa so vorstellen wie ein Lokal, dass kein WLAN anbietet. Weg von Mainstream und einfach das Leben genießen, egal welcher Tag heute ist oder nicht.

Der Valentinstag Boom macht mittlerweile schon jene Menschen wahnsinnig, die sich in einer glücklichen Beziehung befinden. Schon alleine deswegen, weil die Partner immer etwas erwarten. Wer nichts schenkt, liebt nicht und wer etwas schenkt, sollte darauf achten, dass es sich um ein gutes Geschenk handelt. Ein Partner der eine billige Rose kauft, ist gleich unten durch. Probleme die es früher scheinbar nicht gab. Die Gesellschaft ist mittlerweile zu verwöhnt und die Werbung macht es uns alle nicht einfacher.

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Valentinstag in der Zukunft

Die Welt verändert sich und viele Menschen setzen wieder auf die guten alten Werte. Wohl gibt es immer noch Sendungen im Fernsehen, die die Liebe mit Füßen treten. Aber zum Glück sind es viele Menschen, die die wahre Liebe noch nicht aufgeben haben. Wenn es so weiter geht, wird sich der Valentinstag in eine komplett andere Richtung entwickeln. Er wird immer der Tag der Liebe bleiben, aber ob sich die Menschen diesen Konsumwahn noch antun möchten, ist fraglich. Irgendwann ist die Schmerzgrenze erreicht und dann möchte sogar Amor höchstpersönlich flüchten. Leider ist es so, dass zu viel, die gute Energie zerstört.

Was haben Herzen, Blumen und jede Menge Geschenke mit der Liebe zu tun? Besser wäre es, schöne Stunden mit den Menschen zu verbringen, die man liebt. Vollkommen egal, ob ein Herz dabei ist oder nicht. Schließlich geht es an diesem Tag um die wahre Liebe. Jemand wurde geköpft, weil er sich für die Liebe eingesetzt hat. An diesen armen Menschen sollte man gedenken und nicht an die zahlreichen Blumen, die es im Handel gibt. Liebe ist ein Gefühl und hat nichts mit Materialismus zu tun. Wer zu viel schenkt, sollte sich fragen, ob er überhaupt Liebe ins sich trägt. Wer sich selbst nicht liebt, sucht oft in Außen und gleicht es mit Waren wieder aus.