Valentinstag Geschenke 2017

Pflegehinweise für Blumensträuße

So bleiben Schnittblumen länger frisch

Blumenpflege verlängert das Blumenleben

Ein Blumenstrauß ist ein schönes, leider aber auch vergängliches Geschenk zu jedem Anlass. Mit der richtigen Pflege behalten qualitativ hochwertige Sträuße jedoch für eine ganze Weile ihre Schönheit und sind auch noch nach einer Woche oder länger eine dekorative Erinnerung an einen lieben Menschen.

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Die richtige Vase verlängert das Blumenleben

Ein schöner Blumenstrauß kommt in einer dekorativen Vase am besten zur Geltung. Die Wahl der passenden Vase ist aber nicht ausschließlich eine optische Entscheidung. Vielmehr sollte die Vase auch in Größe und Form auf die Art des Straußes und die Blumensorte abgestimmt sein. Blumen mit dicken und schweren Blüten brauchen in der Vase mehr Unterstützung als Blumen mit kleinen Blüten. Daher eignen sich hohe Vasen besser als kleine und gedrungene Vasen. Für hochstielige Sträuße eignen sich hohe und schmale Vasen, während sich für kleine und buschige Sträuße bauchige Vasen eignen.

Rückstände in Blumenvasen sind nicht nur optisch störend, denn sie beeinträchtigen auch die Wasserqualität. Die Vase sollte daher stets sauber sein, wenn frische Blumen hineingestellt werden sollen. Rückstände können auch unsichtbar im Inneren der Vase ablagern. Daher sollte jede Vase nach Gebrauch gründlich gespült werden.

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Hat das Wasser Einfluss auf die Haltbarkeit der Blumen?

Die Wasserqualität wirkt sich ganz entscheidend auf die Haltbarkeit von Schnittblumen aus. Allgemein nehmen Schnittblumen (mit einigen Ausnahmen wie etwa Tulpen) warmes Wasser besser auf als kaltes. Die optimale Temperatur wäre 40° Celsius. Es reicht aber meist schon das Wasser auf Zimmertemperatur zu bringen, bevor die Blumen ins Wasser gestellt werden. Kaltes Wasser, direkt aus dem Wasserhahn, kann hingegen einen Kälteschock bei den Blumen verursachen, mit der Folge, dass diese schneller welken.

Befinden sich die Blumen erst einmal im Wasser, bilden sich dort mehr und mehr Fäulnisbakterien. Das Wasser wird dadurch trüb und bildet zunehmend einen unangenehmen Geruch. Die Fäulnisbakterien lassen Schnittblumen schneller welken. Daher ist es nicht nur aus optischen Gründen ratsam, das Wasser spätestens alle zwei bis drei Tage gegen frisches auszutauschen.

Nährstofflösungen

Schnittblumen können sich nicht mehr selbst durch Photosynthese versorgen und Kohlenhydrate (Zucker) als Energieträger speichern. Nährstofflösungen enthalten die für die Blumen notwendige Energie und beinhalten zudem beinhalten diese Lösungen Stoffe, die die Bildung von Bakterien und Pilzen hemmen. Daher bleiben Schnittblumen mit Nährstofflösungen tatsächlich länger frisch. Im Winter kann es sogar sein, dass sie doppelt so lange halten.

Sonne, Licht und Luft

Schnittblumen sollten möglichst nicht direkt in der Sonne stehen. Auch Zugluft vertragen sie nicht besonders gut. Wird der Blumenstrauß während der Nacht in einen kühlen Raum gestellt oder im Sommer an einen kühlen Platz auf dem Balkon oder der Terrasse, trägt auch das dazu bei, dass die Blumen sich länger halten.

Blumestrauss Rosen

Blumen anschneiden

Bevor die Blumen in die Vase kommen, sollten sie grundsätzlich frisch angeschnitten werden. Zum Anschnitt sollte ein scharfes Messer genutzt werden. In den Blumenstielen  befinden sich winzige Röhrchen, in denen das Wasser durch die Pflanze transportiert wird. Wird eine Schere zum Anschneiden benutzt, werden diese Röhrchen zerquetscht und die Blumen verwelken trotz Anschnitt weitaus schneller. Einzige Ausnahme sind Blütenzweige. Dieses können mit einer  Gehölz schere angeschnitten werden.

Die Art des Anschnitts richtet sich danach, ob es sich um nicht-holzige oder holzige Blumenstiele handelt. Nicht-holzige Stiele werden leicht schräg angeschnitten. Dabei sollte der Schnitt nicht zu lang sein. So werden die Blumen besser vor dem Eindringen von Bakterien geschützt. Zu den Blumen mit nicht-holzigen Stielen gehören zum Beispiel Tulpen oder Sonnenblumen.

Der Anschnitt von Blumen mit holzigen Stielen sollte in einem sehr schrägen Winkel erfolgen und mindestens 5 bis 8 cm lang sein. Zusätzlich können die Stiele am unteren Schnittende noch etwas aufgespalten werden. Rosen und Chrysanthemen gehören zu den Schnittblumen mit holzigen Stielen.

Orchideen, Alpenveilchen oder auch Christrosen sind Blumensorten, die einen großen Wasserbedarf haben. Sie können nach dem Anschneiden an den Stielenden leicht eingeschnitten werden. Alle Blumen sollten nach dem Anschneiden sofort ins Wasser gestellt werden.

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Tipps und Tricks zur richtigen Blumenpflege

  • Ethylen verringert die Haltbarkeit von Schnittblumen. Ethylenquellen sind beispielsweise Obst und Zigarettenrauch. Blumensträuße sollten daher nicht in die unmittelbare Nähe des Obstkorbes gestellt werden und Zigarettenrauch nicht direkt ausgesetzt werden.
  • Rosen, Orchideen und Nelken reagieren besonders empfindlich auf Ethylen und Zugluft. Sie sollten daher möglichst an einem Standort aufgestellt werden, der vor diesen Faktoren geschützt ist.
  • Narzissen und andere „schleimende“ Blumen enthalten Giftstoffe, die nach dem Anschneiden möglichst ausschleimen sollten. Daher werden Narzissen nach dem Anschnitt am besten für mindestens 1 Stunden separat ins Wasser gestellt werden. Anschließend sollte das Wasser gewechselt werden. Nach dem Wasserwechsel können dann auch andere Blumen hinzugefügt werden.
  • Alle Zwiebelblumen vertragen die normalen Frischhalte- und Nährstofflösungen nicht. Es sollten daher nur Spezialprodukte verwendet werden.
  • Tulpen vertrage im Gegensatz zu allen anderen Blumen kaltes Wasser sehr gut. Werden dem Blumenwasser ein paar Eiswürfel hinzugefügt, halten sie sogar besonders lange.
  • Sommerblumen (zum Beispiel Mohn, Sonnenblumen und Amaryllis) bilden nach dem Anschnitt neues Gewebe, um die Wunde zu verschließen. Sie sollten deshalb für etwa 30 Sekunden mit kochendem Wasser abgebrüht werden. So bleibt der Schnitt offen und die Blume kann das Wasser besser aufnehmen

Erste Hilfe für Schnittblumen mit hängenden Köpfen

Lassen Schnittblumen die Köpfe hängen, können diese oftmals noch gerettet werden. Dazu werden die Stiele neu angeschnitten und anschließend fest in Papier gerollt. Die Blumen sollten danach für maximal 12 Stunden in 40 Grad warmes Wasser gestellt werden und bei einer Außentemperatur von 5 bis 12 Grad aufbewahrt werden. In den meisten Fällen richten sich die Blumenköpfe nach dieser Behandlung wieder auf.

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Hausmittel und Hausfrauentipps – welche stimmen und welche nicht?

Es gibt die verschiedensten Haumittel und Hausfrauentipps, die alle das Leben von Schnittblumen verlängern sollen. Doch längst nicht jeder Tipp ist auch empfehlenswert.

  • Zucker ersetzt teure NährstofflösungenPrinzipiell ist dies richtig. Zucker dient als Nährstoff für die Blumen. Der Erfolg hängt allerdings von der richtigen Zuckermenge ab. Zu viel Zucker im Wasser bietet für Fäulnisbakterien einen idealen Nährboden und lässt die Blumen daher schneller welken.
  • Aspirin macht die Blumenstiele standfesterOft wird behauptet eine Aspirin Tablette im Blumenwasser erhöhe den Säuregehalt im Wasser und mache so die Stiel standfester. Das ist eindeutig falsch, denn genau das Gegenteil passiert. Die Blumen lassen schon nach wenigen Tagen die Köpfe hängen.