Valentinstag Geschenke 2017

Orchideen verschenken

Orchideen gehören zu einer der vielseitigsten Pflanzenarten

Orchideen sind mit ihren ganz einzigartigen traubenförmigen Blütenständen überaus edel, elegant und dekorativ. Kein Wunder, dass viele Menschen sie für äußerst seltene Pflanzen halten. Dabei gehören die Orchideen zu den größten Pflanzenfamilien überhaupt und erweisen sich bei der richtigen Pflege als Topfpflanze und in Blumensträußen als äußerst ausdauernde Blüher von außergewöhnlicher Schönheit.

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Auch wenn Orchideen nicht sehr oft verschenkt werden, eignen Sie sich wegen ihrer Besonderheit und Schönheit sehr gut als Valentinstagsblume. Die Statistik zeigt die zehn beliebtesten Schnittblumen in Deutschland nach Marktanteil in den Jahren 2010 und 2011. Die Orchidee zählt mit einem Anteil von 2 % zu den seltensten verschenkten Blumen. (Quelle: AMI; Zentralverband Gartenbau )

Rose am beliebtesten

Die Orchidee – Nr.3 der Lieblingsblumen

Quelle:IfD Allensbach (Anzahl der Befragten: 2.000 Befragte)

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Orchideen – eine der vielseitigsten Pflanzenfamilien

Zu den Orchideengewächsen zählen mehr als 1000 Gattungen mit unzähligen Arten. Inzwischen wurden rund 30.000 Arten von den Botanikern anerkannt, doch laufend werden neue Arten dieser außergewöhnlichen Pflanzengattung entdeckt. Orchideen sind in jeder Hinsicht äußerst vielseitig. Sie wachsen außer in der Antarktis auf jedem Kontinent und können sich fast jedem Klima und jeder Temperatur perfekt anpassen. Selbst oberhalb des nördlichen Polarkreises und damit in Regionen, die dem ewigen Eis vorgelagert sind, findet man Orchideen. Die meisten Arten wachsen jedoch in den Tropen und Subtropen. Damit stammen die meisten Orchideenarten aus Asien und Südamerika. Doch auch in Europa sind etwa 250 Arten heimisch. Ursprünglich wurden Orchideen als eine relativ junge Pflanzenfamilie angesehen. Doch fossile Funde haben inzwischen bewiesen, dass es Orchideen bereits seit mindestens 76 bis 84 Millionen Jahre gibt.

Auch in Bezug auf ihre Blüten sind die Orchideen so vielseitig wie sonst keine andere Pflanzenart, denn nirgendwo sonst findet man so viele verschiedene Formen und Farben der Blüten. Trotz der unglaublichen Artenvielfalt haben alle Orchideenarten eine Gemeinsamkeit: Sie produzieren unzählige Samen ohne Nährgewebe. Orchideensamen keimen daher ausschließlich durch die Symbiose mit speziellen Pilzen, die die notwendigen Nährstoffe zum Keimen liefern. Ihre weltweite Verbreitung verdanken die Orchideen nicht zuletzt ihrer unterschiedlichen Wuchsformen. So gibt es Orchideenarten, die epiphytisch auf anderen Pflanzen wachen. Andere Arten wachsen auf der Erde oder auch auf Felsen und Steinen.

Der weite Weg von der Wildform bis zur kultivierten Orchidee

Orchideen sind in jeder Hinsicht vielseitig und faszinierend. Erstmalig in die botanische Systematik aufgenommen wurden die Orchideen von dem Naturforscher Linné, der erstmals im Jahr 1753 acht Gattungen erfasste. Seitdem haben die Orchideen nichts an ihrer Faszination für Naturforscher, Züchter und Blumenliebhaber verloren.

Die Pflanzen spielen bereits seit mehr als 2500 Jahren eine Rolle in der menschlichen Kultur. Bereits 500 v.Chr. gab es im Kaiserreich China die Kultur von Orchideen. Auch in der griechischen Antike waren Orchideen bereits bekannt und wurden von Theophrastus von Lesbos erstmalig beschrieben. Bevor in Europa erstmals tropische Orchideen eingeführt wurden, war die Kultivierung heimischer Orchideenarten schon lange verbreitet. Die erste tropische Orchidee gab es im Jahr 1615 in Holland. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden tropische Orchideen mit wachsender Beliebtheit aus ihren Heimatgebieten importiert. Erst  im Laufe des 20. Jahrhunderts verringerte sich die Zahl der Orchideenimporteure zugunsten der beginnenden Kultivierung von Orchideen. Heute kommen die sogenannten Kulturhybriden vornehmlich aus Holland, Taiwan und Thailand. Doch auch in der kommerziellen Orchideenzucht werden nach wie vor Wildformen eingekreuzt.

Orchideen als Schnittblumen

Schon immer wurden Orchideen als Parfümierungsmittel oder bei der Gewürzproduktion genutzt. So gehört auch die Gewürzvanille zu den Orchideen. Die größte wirtschaftliche Bedeutung haben Orchideen jedoch als Zierpflanzen und Schnittblumen. Diese Entwicklung ist vor allem der Kreuzung verschiedener Arten, auch über Gattungsgrenzen hinaus, zu verdanken. So entstanden in rund 150 Jahren etwa 100.000 Hybriden, von denen nur einige Tausend als Zierpflanzen und Schnittblumen auf den Markt kommen. Als Schnittblumen werden hauptsächlich die Gattungen Cymbidium, Dendrobium und Phalaenopsis angeboten. Orchideen, die als Zierpflanzen oder Schnittblumen kultiviert werden, werden durch Meristeme oder in-vitro Aussaat von Orchideensamen vermehrt. So ist es möglich, von besonders schönen oder auch prämierten Pflanzen identische Nachkommen in ausreichender Zahl zu kultivieren.

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Als Schnittblumen sind Orchideen vor allem aufgrund ihres dekorativen Äußeren und ihrer langen Haltbarkeit beliebt. Mit der richtigen Pflege können sie in der Vase durchaus zwei bis vier Wochen halten. Die meisten als Schnittblumen genutzten Orchideenarten gehören zu den tropischen und subtropischen Arten. Während die Pflanzen früher direkt in den Regenwäldern gesammelt und anschließend nach Europa verschifft wurden stammen heutzutage die als Schnittblumen erhältlichen Orchideen fast ausnahmslos aus Zuchtbetrieben.

Traditionell gilt die Orchidee als Zeichen der Freundschaft. Aufgrund ihrer stilvollen Eleganz wird sie gerne als Einzelstück oder in ganz besonderen Sträußen als Geschenk überbracht oder auch in speziellen Sträußen wie etwa dem Brautstrauß verwendet. Als Schnittblumen sind sowohl großblumige wie auch kleinblumige Arten angeboten. Dabei sind der Farbauswahl kaum Grenzen gesetzt. Weiße, rote, rosafarbene oder auch gelbe und blaue Orchideen sind in Blumensträußen oder als Einzelpflanze immer ein dekoratives Highlight.

Orchideen als Topfpflanzen

Vor allem als Topfpflanzen erfreuen sich Orchideen größter Beliebtheit. Bei der Schwierigkeit in Bezug auf die Pflege der dekorativen Blühpflanzen scheiden sich bei Pflanzenliebhabern die Geister. Stufen die einen die Orchideenpflege als einfach ein, empfinden es andere als äußerst schwierig eine Orchidee auch über Jahre immer wieder erblühen zu lassen. Werden bei der Pflege jedoch ein paar Grundregeln befolgt, ist  eine Orchidee für viele Jahre eine gleichbleibend schöne und dekorative Zimmerpflanze. Anders als die meisten anderen Zimmerpflanzen wachsen Orchideen in einem speziellen Substrat heran. Als getopfte Orchideen findet man meist Pflanzen aus den Gattungen Cattleya, Cymbidium, Dendrobium, Phalaenopsis und Paphiopedilum, wobei die Gattung Phalaenopsis am häufigsten vorkommt.

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Verwirrende Namensvielfalt

Aufgrund der Artenvielfalt kennen selbst Experten nicht alle Orchideenarten . Zudem sind bei den Orchideen viele Trivialnamen bekannt, die unter Züchtern meist nicht gebräuchlich sind, den Anfängern in der Orchideenhaltung oder den Blumenkäufern jedoch durchaus ein Begriff sind. Oftmals werden unter den Trivialnamen jedoch gleich mehrere Arten geführt. So werden unter dem Namen Antilopenorchidee gleich mehrere Arten angeboten. Auch beim bekannten Frauenschuh handelt es sich um eine Orchideengattung, der gleich mehrere Orchideenarten angehören.

Kulturpflanze und seltene Spezies

Auch wenn Orchideen sich einer immer größeren Beliebtheit erfreuen und in immer größeren Mengen kultiviert werden, gibt es gerade unter den Orchideen überaus seltene Arten und solche, die unter Artenschutz stehen. Darunter sind nicht nur viele tropische, sondern auch viele europäische Arten zu finden. Obwohl kaum eine andere Pflanzengattung, so wie die Orchideen, fast weltweit zu finden ist, gibt es nur für die wenigsten Orchideenarten gesicherte Informationen über die tatsächliche Größe ihrer Populationen. Die Orchidee ist daher nach wie vor eine ganz besondere und exotisch anmutende Zierpflanze oder Schnittblume.