Valentinstag Geschenke 2017

Faire Blumen zum Valentinstag kaufen

Der Valentinstag ist ein Fest der Liebe. Paare haben sich lieb, Kinder schenken manchmal ihren Eltern liebe Grüße und Freunde treffen sich. Jeder, der sich lieb hat, kann sich an diesem Tag Grüße schenken. Auch die Liebe zur Natur sollte an diesem Tag nicht fehlen. Leider schaut die Sache in Wirklichkeit anders aus.

Viel zu wenig Menschen kümmern sich darum, woher die Blumen eigentlich kommen, die sie verschenken. Hauptsache billig sollen sie sein. Die Blumen an sich, leiden jetzt nicht so sehr, wie Schlachttiere, weil sie sowie wieder in der Vase landen und nicht gegessen werden. Aber die Arbeiter am Feld leiden darunter. Sie werden mit Hungerlöhnen abgespeist und bekommen nur einen Bruchteil von dem Geld, den Floristen und Großhändler verdienen. Nicht selten kommt Kinderarbeit ins Spiel und spätestens da, sollte jeder begreifen, was hinter der Blumenindustrie steckt.

Blumestrauss Rosen

Preiswerte Blumen sind nicht nur billig, sondern auch giftig

Wer billige Blumen kauft, unterstützt nicht nur Billiglöhne, sondern schadet auch der Umwelt. Über 16 unterschiedliche Gifte wurden in Rosen mittlerweile nachgewiesen, obwohl der Einsatz in Europa verboten ist. Diese schaden Gewässer, Böden, wie auch den Arbeitern, die im Feld werken. Schutzkleidung wie wir sie gewöhnt sind, gibt es dort kaum. Zum Beispiel Handschuhe, Mundschutz oder Gummistiefel. Deswegen macht dieser Arbeit auf dem Blumenfeld auch noch krank. Deswegen gilt, wer Blumen kauft, schenkt wahre Liebe.

Faire Blumen im Handel erkennen

fairtrade-siegelWer auf faire Blumen setzen möchte, sollte auf das Transfair-Siegel achten. Es handelt sich dabei um einen Verein, der mit 36 Organisationen zusammen arbeitet. Unteranderen Entwicklungshilfen und Kirchen. Es werden Standards festgesetzt und diese weltweit überwacht. Somit gibt es in der ganzen Welt rund 50 Blumenfarmen, die bereits ein Zertifikat erhielten. Davon liegen etwa 17 in Kenia. Jährlich wird überprüft ob sich alle an die Standards halten. Im Jahr 2010 wurden rund 65 Millionen Rosen in Deutschland verkauft. Unteranderen auch in Geschäften von Rewe, Penny und Co. Zwar sehen manche Blumen im Supermarkt nicht so frisch aus, aber immerhin sind sie Fair Trade. Dort bekommt man übrigens auch die günstigen dieser Art. Die Importeur bezahlt 10% mehr für diese Fair Trade Blumen. Die Händler verlangen meist noch einen höheren Preis, schließlich ist es Fair Trade. Davon sehen die Arbeiter aber nichts mehr, sondern nur noch die Floristen.

Sind Blumen aus Südamerika oder Afrika eine Öko Sünde?

Im ersten Moment klingt es nach Umweltverschmutzung, Blumen von so weit her zu importieren. Die Cranfield Univeristy in England hat Bilanz gezogen und ist zu folgenden Ergebnisses gekommen. Blumen aus Holland verschmutzen die Umwelt mehr, weil diese künstlich beheizt und beleuchtet werden. Deswegen verursachen Blumen aus dem Nachbarland sechsmal so viele CO2-Emissionen als die Blumen aus dem Ausland. So gesehen, müsste niemand Blumen aus Holland importieren oder künstlich wachsen lassen. Wenn alle die Natur und Erde lieben würden, könnten sie Blumen selbst anpflanzen oder sich Topfpflanzen schenken. Blumen sind etwas Herrliches. Aber sind diese wirklich noch so schön, wenn dadurch der Lebensraum belastet wird? Tipp: Nur ein oder zweimal im Jahr Blumen verschenken und dann Fair Trade. Dadurch lässt sich einiges einsparen und die Umwelt wird weniger belastet.

Umsatz mit Fairtrade-Produkten in Deutschland nach Warengruppen in den Jahren 2011 bis 2013 (in Millionen Euro)

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Quelle: TransFair, Erhebung durch TransFair

Anzahl der Personen in Deutschland, die beim Einkaufen darauf achten, dass die Produkte aus fairem Handel (Fair Trade) stammen, von 2012 bis 2014 (in Millionen)

statistic_id264566_umfrage-in-deutschland-zur-bevorzugung-von-fair-trade-produkten-bis-2014
Quelle IfD Allensbach, Erhebung durch IfD Allensbach